Archiv für August, 2011

Die mexikanische Grippe (Schweinegrippe) in Österreich: klinische Aspekte

Die erste Patientin mit gesicherter mexikanischer Grippe (populär als Schweinegrippe bezeichnet) wurde in Östereich am 29.4.2009 dokumentiert. Es handelt sich um eine 28jährige Studentin, die sich bei einer Mexiko-Reise mit dem Influenza H1N1 Virus infiziert hatte, und vor 2 Tagen in Wien ankam. Durch rasche Diagnostik und entsprechende Therapie konnte bis heute eine rasche Besserung des Zustandsbildes erreicht werden. Der behandelnde Arzt, Herr Prim. Univ.-Doz. Dr. Christoph Wenisch wurde von Billrothhaus-News gebeten, über die Anamnese und den klinischen Verlauf zu berichten. Danach wird die Epidemiologie, Erstsymptomatik, Therapie, Ansteckungsgefahr, Impfschutz und Prophylaxe erläutert. Herr Doz. Wenisch gibt an die Ärzteschaft folgende Empfehlungen: 1. Der Begriff “Schweinegrippe” sollte nicht verwendet werden. Es handelt sich um eine H1N1 Virusinfektion, die man vom Ursprung her als mexikanische Grippe bezeichnen kann. 2. Neuraminidasehemmer (Oseltamivir oder Zanamivir) sind wirkungsvoll. Die übliche Grippeimpfung schützt nicht. 3. Eine Transferierung in eine Spezialklinik ist nur bei unklar fiebernden Patienten angezeigt. Bei gesicherter H1N1 Virusinfektion von Patienten mit Mexiko-Kontakt vor 8-10 Tagen ist eine Transferierung nicht notwendig, da Diagnose und Therapie klar sind.. 4. Ein Maskenschutz ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Viel wichtiger ist die Händedesinfektion. Prim. Univ. Doz. Dr. Christoph Wenisch Abteilungsvorstand, 4. Medizinische Abteilung mit
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